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Candonga – Santa Catalina – Candelaria, auf den Spuren der Jesuiten |
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Nach dem Einfall der Konquistadoren kamen auch die Jesuiten nach Argentinien und gründeten hier ihre Estancias in der Provinz Cordoba. Die Jesuiten waren die wichtigsten Eroberer des Südamerikanischen Kontinentes. Sie haben die Urbevölkerung, die Indianer weniger versklavt, sondern vielmehr versucht, ihre Geschicke zu leiten und in eine dörfliche Gemeinschaft umzumünzen. Bis heute sind ihre Bauten und Kirchen im Barockstil erhalten geblieben und für Besucher geöffnet. Die Unesco hat diese Estancias im Rahmen der Patenschaft der Humanität zum Weltkulturerbe erklärt. Diese Estancias erreichen wir von La Cumbre aus über Naturstrassen im Auto oder mit dem Motorrad bei Tagesausflügen. Jede Estancia hat für sich eine eigene Geschichte.
Die Landschaft wechselt zwischen grünen Hügeln, kleinen Flussläufen und saftigen Wiesen, auf denen die Rinder in Herden weiden. Häuser oder gar Siedlungen gibt es keine. Hin und wieder findet man einen Wegweise, der auf eine Estancia in der Umgebung hindeutet. Nach einer Flussquerung sind wir auf dem Zufahrtsweg nach Candonga. Candonga war eine Zwischenstation der Jesuiten und heisst Maultierpfad. Die Estancia San Getrudis war für die Reisenden der Versorgungsort für neue Maultiere und Pferde. In der kleinen Mühle, wurde das Korn gemahlen. Die Kapelle in Candonga hebt sich weiss gegen den blauen Himmel und das Grün der Wiesen ab. In ihrem Inneren ist die Decke blau weiss bemalt, wie sich der Himmel hier oft präsentiert. Die Kapelle und die Mühle sind im Jahre 1730 entstanden. Heute findet man auf der gegenüberliegenden Seite der Kapelle ein Restaurantkomplex, in den die alten Gemäuer der Estancia eingebaut wurden. In den 3 kleinen Räumen des ursprünglichen Hauptgebäudes befindet sich ein kleines Museum. Es gibt aber noch viele Leute in der Umgebung, die in der alten Estancia noch übernachtet haben auf ihrem Weg von La Cumbre nach El Manzano. Wir
folgen der Staubstrasse weiter nach El Manzano und kommen auf die Ruta
Nacional 53. Endlich wieder Asphalt unter den Rädern. Bis nach
Asconchinga folgen wir der Hauptstrasse, um diese dann wieder zu
verlassen. Santa Catalina: Von La Cumbre aus führt eine Provinzstrasse nach Ascochinga. Auch diese Naturstrasse ist einmal im Jahr der Austragungsort für die Rallye-Weltmeisterschaft. Die Piste führt durch eine unvergleichlich abwechslungsreiche Bergwelt. Von Ascochinga aus geht es weiter auf einem „Waschbrett, die letzten Kilomter zur Estancia Santa Catalina. Die weisse Kirche präsentiert sich überraschend aus dem Grün der Umgebung in voller Pracht. Hier haben die Jesuiten ein Meisterwerk hinterlassen. Der ganze Komplex mit Estancia, Kirche und Noviziat enstand Anfangs des 18. Jahrhunderts. Die Architektur lässt auf deutsche Bauherren schliessen und die Brüder Andrés Blanqui, Gian Batista Primoli und Antonio Harls lebten hier. Des weiteren arbeiteten bis zu 450 negride Sklaven auf der Estancia. Die Studenten absolvierten eine Ausbildung von 15 Jahren. Als die Jesuiten auf Grund eines Erlasses des Königs Carlos III das Land verlassen mussten, hat der Spanier Francisco Antonio Díaz das ganze Anwesen 1767 gekauft. Noch heute ist der ganze Komplex im Familienbesitz. Ein Teil die Familie Díaz lebt auf Santa Catalina. Sie kümmert sich auch um die Restauration des Anwesens.
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